Auf eine Einladung antworten: zusagen oder absagen
Bedanke dich für eine Einladung, sage klar zu oder ab und frage nach Zeit und Ort. Mit zwei Beispielantworten, Übungen und Lösungen für A2.
A2 3 Min. Lesezeit Frei zugänglichLernziel
Du kannst auf eine private Einladung antworten: dich bedanken, klar zusagen oder absagen und nach einer fehlenden Uhrzeit oder einem Treffpunkt fragen.
Eine Einladung beantworten
Eine Freundin lädt dich zum Spieleabend ein. Du möchtest kommen? Dann sagst du zu. Du kannst nicht kommen oder möchtest nicht teilnehmen? Dann sagst du ab. Mit einer klaren Antwort weiß die andere Person, ob sie mit dir planen kann.
Diese drei Teile helfen dir:
- Danke sagen: „Danke für die Einladung!“
- Deine Antwort nennen: „Ich komme gern.“ Oder: „Leider kann ich nicht kommen.“
- Bei Bedarf etwas ergänzen: eine Frage nach Zeit oder Ort, einen kurzen Grund oder einen guten Wunsch.
Eine Absage braucht keine lange Erklärung. Du kannst einen Grund nennen, wenn du möchtest: „Ich muss am Samstag arbeiten.“ Auch „Danke für die Einladung. Diesmal bin ich nicht dabei. Ich wünsche euch viel Spaß!“ ist eine mögliche Antwort. Die Beispiele sind Formulierungshilfen; Menschen antworten je nach Beziehung und Situation unterschiedlich.
Zusage: noch etwas nachfragen
Die Personen und Nachrichten sind erfunden. Kim und Alex kennen sich und sagen du.
Kim: Hallo Alex! Wir machen am Samstag einen Spieleabend. Hast du Lust?
Alex: Danke für die Einladung! Ich komme gern. Um wie viel Uhr beginnt der Spieleabend? Und wo treffen wir uns?
Kim: Um 18 Uhr bei mir zu Hause. Ich schicke dir die Adresse noch.
Alex: Super, dann bis Samstag um 18 Uhr!
Alex sagt zuerst klar zu. Danach fragt Alex nach der Uhrzeit und dem Ort. „Danke für die Einladung“ allein würde noch nicht sagen, ob Alex kommt.
- Nach der Uhrzeit fragen: „Um wie viel Uhr geht es los?“
- Nach dem Ort fragen: „Wo treffen wir uns?“
- Nach der Adresse fragen: „Kannst du mir bitte die Adresse schicken?“
Absage: freundlich und eindeutig
Sam erhält dieselbe Einladung und antwortet:
„Hallo Kim, danke für die Einladung! Leider kann ich am Samstag nicht kommen. Ich muss arbeiten. Ich wünsche euch einen schönen Abend! Liebe Grüße, Sam“
Sam bedankt sich, sagt ab und nennt einen kurzen Grund. Der gute Wunsch bezieht sich auf die anderen Gäste. Sam schlägt keinen neuen Abend vor: Eine Absage auf eine Einladung muss nicht bedeuten, dass die ganze Veranstaltung verschoben werden soll.
Du weißt noch nicht, ob du Zeit hast? Sage das deutlich: „Danke! Ich weiß noch nicht, ob ich kommen kann. Ich gebe dir morgen Bescheid.“ Bescheid geben bedeutet hier: Du informierst Kim über deine Entscheidung. Das ist noch keine Zusage.
Übung 1: Welche Antwort ist das?
Ordne zu: Zusage, Absage oder noch keine Entscheidung. Jede Antwort passt einmal.
- „Danke! Diesmal kann ich leider nicht dabei sein.“
- „Ich muss erst meinen Plan prüfen. Ich antworte dir morgen.“
- „Vielen Dank! Ich komme gern.“
Übung 2: Den Dialog verstehen
- An welchem Tag und um wie viel Uhr beginnt Kims Spieleabend?
- Warum fragt Alex nach dem Ort?
- Hat Alex die genaue Adresse schon erhalten? Begründe deine Antwort mit Kims Nachricht.
Übung 3: Eine Frage ergänzen
Eine Freundin schreibt: „Wir treffen uns am Sonntag um 15 Uhr. Kommst du mit?“ Du möchtest mitkommen, aber der Treffpunkt fehlt. Ergänze deine Antwort mit einer passenden Frage:
„Danke! Ich komme gern. ___?“
Übung 4: Selbst antworten
Dein Freund Robin lädt dich am Freitag zum gemeinsamen Kochen ein. Schreibe zwei kurze Nachrichten:
- Du sagst zu. Die Uhrzeit fehlt; frage danach.
- Du sagst ab. Nenne einen kurzen Grund oder wünsche den anderen einen schönen Abend.
Bedanke dich in beiden Nachrichten. Du kannst Personen und Gründe für die Übung erfinden.
Lösungen und Erklärungen
Übung 1
- Absage: „nicht dabei sein“ macht klar, dass die Person nicht teilnimmt.
- Noch keine Entscheidung: Die Person prüft ihren Plan und antwortet später. Du weißt noch nicht, ob sie kommt.
- Zusage: „Ich komme gern“ bestätigt die Teilnahme.
Übung 2
- Am Samstag um 18 Uhr.
- In der ersten Einladung steht noch kein Ort. Alex möchte wissen, wo der Spieleabend stattfindet.
- Nein. Kim schreibt: „Ich schicke dir die Adresse noch.“ Alex kennt jetzt den allgemeinen Ort, aber noch nicht die genaue Adresse.
Übung 3
Zum Beispiel: „Danke! Ich komme gern. Wo treffen wir uns?“ Auch „Was ist der Treffpunkt?“ passt. Du fragst nach dem Ort; Tag und Uhrzeit stehen bereits in der Einladung.
Übung 4
Eine mögliche Zusage: „Hallo Robin, danke für die Einladung! Ich komme am Freitag gern zum Kochen. Um wie viel Uhr geht es los? Liebe Grüße, Alex“
Eine mögliche Absage: „Hallo Robin, danke für die Einladung! Leider kann ich am Freitag nicht kommen. Ich wünsche euch einen schönen Abend! Liebe Grüße, Alex“
Deine Nachrichten dürfen anders lauten. Prüfe: Ist klar, ob du kommst? Enthält die Zusage eine Frage nach der Uhrzeit? Hat die Absage einen Grund oder einen guten Wunsch?
Jetzt du
Denke an eine mögliche Einladung, zum Beispiel zu einem Essen oder einem Spaziergang. Schreibe eine Antwort mit drei kurzen Sätzen. Lies sie laut. Decke die Vorlage ab und sage deine Antwort noch einmal. Prüfe danach, ob deine Entscheidung verständlich ist.
Weiterüben
Wiederhole Zeitangaben mit am und um. Wenn du einen Grund mit weil verbinden möchtest, helfen dir die weil-Sätze. Für einen bereits vereinbarten Termin übst du einen Termin zu verschieben.
Quelle zur Vertiefung
Goethe-Institut: Rahmencurriculum für Integrationskurse, Abschnitt D 2.4, Seite 57 (PDF). Dort werden das mündliche und schriftliche Antworten auf Einladungen, das Bedanken sowie das Zu- und Absagen als Lernhandlungen auf A2 beschrieben. Dialog, Beispiele und Aufgaben dieser Lektion sind eigens formuliert.